Der Windpark Ottenbüttel entsteht

Ein Bautagebuch

Ottenbüttel Zuwegung Verohrrung c

Mai 2020: Wo ein Wille ist,

ist manchmal erst einmal ein Weg nötig. Bei dem Bau von Windparks ist eine befestigte Zufahrt wichtig, um den Baufahrzeugen Halt und Platz zu geben, um zu den Stellen zu gelangen, an denen später die Windenergieanlagen stehen sollen. Gerade dann, wenn die großen Bauteile kommen.

Im Windpark Ottenbüttel-Westermühlen bei Itzehoe (Schleswig-Holstein) entstehen zwei Windenergieanlagen der Firma Vestas mit je 4,2 MW Nennleistung. Sie werden in den nächsten Monaten entlang dieser Zuwegung errichtet.

Ottenbuettel Zuwegung Luft  c

Eine Art "Baustraße" (helle Strecke im Bild) ist notwendig, um die Arbeiten zu ermöglichen.

Ottenbuettel Bagger c

Bevor es in die Höhe geht,

muss zuerst einmal in die Tiefe gebaut werden. Der Turm der Windenergieanlage muss sicher in der Erde stehen, dafür benötigt er ein solides Fundament - und für ein solides Fundament braucht es erst einmal ein tiefes Loch.

Die beiden Anlagen des Windparks entstehen leicht zeitversetzt. Der Bauplatz der intern als WEA 3 bekannten Windenergieanlage (= WEA) kann daher bereits eine ansehnliche Grube vorweisen, für die WEA 2 Bedarf es noch einige Stunden Bagger-Arbeit.

Video

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Ottenbüttel Baustelle WEA 3_Draufsicht

Für die WEA 3 ist bereits Fortschritt zu erkennen. In der ausgehobenen Grube wurden eine "Polster"- und eine "Sauberkeitsschicht" eingezogen. Sie bilden sozusagen die Grundlage für das später folgende Fundament. Zunächst muss aber der sogenannte Ankerkorb eingesetzt werden. Die ersten Teile dafür sind auf dem Bild zu erkennen.

Prokon Ankerkorb WP Ottenbuettel C

Viele große Bauwerke

fangen mal (relativ) klein an. In der Mitte des Fundaments einer Windenergieanlage wird der sogenannte "Ankerkorb" platziert. Hier wird er gerade in der Grube - und im strömenden Regen - zusammengesetzt. Ein Arbeitsschritt, bei dem viel Handarbeit gefordert ist. Jeder der knapp drei Meter langen Stangen, die hier im Bild zu sehen sind, wird zum Beispiel mit der Hand eingesetzt und fixiert.

WP Ottenbuettel Ankerkorb innen c
200813_Bewehrung Montage Haende

Wer hohe Türme bauen will,

muss lange beim Fundament verweilen. Das gilt auch für den Bau von Windenergieanlagen. Bevor der Beton für das Fundament gegossen werden kann, muss eine sogenannte "Bewehrung" angelegt werden. Die vielen Stahlverstrebungen werden einzeln aufeinander gelegt und miteinander verbunden - alles in Handarbeit. Dieser "Stahlkäfig" stabilisiert später den Beton. Er soll Risse verhindern. Das ist wichtig, um zu vermeiden, dass Wasser eindringt und das Fundament von innen heraus beschädigt.

200812_Bewehrung

Erinnert an ein Kunstwerk: Die Bewehrung für das Fundament einer der Anlagen des Windpark Ottenbüttel