3. Juni 2022

Prokon Generalversammlung 2022: Hoher Jahresüberschuss und Gewinnausschüttung

Gute Nachrichten für die Mitglieder von Prokon: Deutschlands größte Energiegenossenschaft wird einen Gewinn von 10,8 Millionen Euro an seine Genossinnen und Genossen ausschütten. Das entspricht einer Dividende von 4,76 Prozent. Beschlossen wurde die Gewinnverwendung auf der virtuellen Generalversammlung am 2. Juni 2022. An der Veranstaltung nahmen neben dem fünfköpfigen Aufsichtsrat und den beiden Vorständen Dr. Henning von Stechow und Andreas Neukirch 441 Mitglieder teil. Aufsichtsrat und Vorstand wurden entlastet, eine Personenwahl fand turnusgemäß nicht statt. Schwerpunkt der diesjährigen Generalversammlung waren neben einer Satzungsänderung die Zahlen aus dem vergangenen Geschäftsjahr – mit dem Bau und Betrieb von Windenergieanlagen und dem Verkauf von Ökostrom hat die Genossenschaft im Jahr 2021 ein Plus von 12 Millionen Euro erwirtschaftet.
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„Eine Mitgliedschaft bei Prokon zahlt sich in zweifacher Hinsicht aus: Für die aktive Partizipation an der Energiewende wird man mit einer sinngebenden Rendite belohnt und obendrein darf man sich über die monetäre Dividende freuen“, erklärt Dr. Henning von Stechow. Der Vorstandsvorsitzende bei Prokon stellte bei der Generalversammlung die Geschäftszahlen aus dem vergangenen Kalenderjahr vor: Das Geschäftsguthaben stieg von 181,5 Millionen Euro 2020 auf 194,5 Millionen Euro 2021. Der Umsatz 2021 lag bei 91,7 Millionen (2020: 89,9 Millionen). Zum fünften Mal in Folge verzeichnet Deutschlands größte Energiegenossenschaft damit ein positives Ergebnis.  

„Wir blicken hochzufrieden auf das Geschäftsjahr zurück“, erklärte auch Andreas Neukirch und fügte an: „2021 war ein mäßiges Windjahr. Dennoch liegen wir mit 12 Millionen deutlich über unserem prognostizierten Gewinn. Die geringeren Winderträge konnten wir durch Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsfeldern erfolgreich kompensieren.“ Prokon engagiert sich in Tochtergesellschaften in Polen und Finnland und bietet seit 2021 mit der Service-Tochtergesellschaft Pros Dienstleistungen für Windparkbetreiberinnen und -betreiber an. Der Gewinn des starken Windjahres 2020 lag bei knapp 13 Millionen Euro.

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Debattieren ausdrücklich erwünscht

Die Prokon Aufsichtsratsvorsitzende Petra Wildenhain eröffnete die Veranstaltung am 2. Juni mit den Worten: „Mit Ihrer Mitgliedschaft und Anwesenheit geben Sie ein klares Signal für Partizipation in der Energiewende.“ Alle von Vorstand und Aufsichtsrat eingebrachten Anträge wurden angenommen. Die Mitglieder haben den Jahresabschluss festgestellt, die Gewinnverwendung beschlossen sowie Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Insgesamt gaben rund 6.700 Mitglieder ihre Stimme ab – größtenteils über die Möglichkeit der elektronischen oder postalischen Abstimmung. Turnusmäßig fanden keine Wahlen statt. Die Prokon Generalversammlung 2022 wurde zum dritten Mal in virtueller Form veranstaltet. Damit das auch jenseits einer Pandemie-Situation so stattfinden kann, beschlossen die Mitglieder außerdem eine entsprechende Änderung in der Satzung. „Dadurch können noch mehr unserer Genossenschaftsmitglieder an den Generalversammlungen teilnehmen, auch wenn sie weiter entfernt leben oder nicht anreisen können“, freute sich Petra Wildenhain. Neben der Vorsitzenden bilden Johannes Kempmann, Erwin Diederich, Rainer Doemen und Ragnhild Ofterdinger den Aufsichtsrat.

„Wir sind als Genossenschaft organisiert und leben das auch. Ihre Stimme und auch Ihre Meinung zählt. Unsere Generaldebatte bietet Ihnen eine echte Teilnahme. Nutzen Sie die Chance und bringen Sie sich mit Ihrer Meinung ein“, forderte Petra Wildenhain die Mitglieder zur aktiven Teilnahme an der anschließenden Generaldebatte auf. Die Mitglieder nutzten die Möglichkeit, per Telefon Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Nahezu alle Mitglieder freuten sich über die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Genossenschaft und die Dividendenausschüttung. Zahlreiche Fragen und Anregungen gaben dem Vorstand die Möglichkeit, umfassend auf die Geschäftspolitik einzugehen.

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Die Genossenschaft wächst

„Die Transformation der Energiewirtschaft von fossiler zu erneuerbarer Energie kann nur funktionieren, wenn man die Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg mitnimmt“, erläuterte Dr. Henning von Stechow. „Dafür gibt es kein besseres Modell als das genossenschaftliche. Wir haben in den letzten Jahren bewiesen, dass wir als Energiegenossenschaft sehr erfolgreich auf dem Markt agieren können.“ Fast 500 Mitglieder schlossen sich 2021 der Genossenschaft an. Insgesamt 39.474 Genossinnen und Genossen partizipieren durch ihre Mitgliedschaft bei Prokon an der Energiewende.

Den erneuerbaren Strom aus Windenergie verkauft Prokon inzwischen an 31.800 Stromkundinnen und Stromkunden. Die erzeugte Strommenge der 335 Windenergieanlagen (WEA) von Prokon in Deutschland lag bei 1,1 Terawattstunden. „Diese Menge entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 350.000 Haushalten. Sie spart 390.000 Tonnen CO2 ein“, freut sich Dr. Henning von Stechow. Für insgesamt 581 WEA mit 799 Megawatt Leistung leisteten Prokon und die Prokon-Servicetochter Pros 2021 den Service, 2020 waren es 287 mit 480 MW.

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Ausbau der erneuerbaren Energien wichtiger denn je

„Die Versorgungssicherheit in Deutschland stand noch nie so im Fokus wie aktuell. Die Auswirkungen des Klimawandels könnten wir fast täglich in den Nachrichten verfolgen. Und die Preise am Energiemarkt kennen seit langem nur eine Richtung – nach oben. Erneuerbare Energien sind die einzige Lösung für diese Krisen“, erklärt Andreas Neukirch. „Wir bei Prokon sind mit Projekten von rund 400 Megawatt in der konkreten Planung bereit für die Klimawende. Und das mit Rückenwind: In den ersten drei Monaten 2022 konnten wir rund 110 Prozent des Windertrags zum Plan und fast 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr einfangen.“