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Prokon Strom
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Wussten Sie schon, …

... dass Sie mit jeder verbrauchten Kilowattstunde auch die Stromsteuer bezahlen? An der Tankstelle ist wohl jedem bewusst, dass pro Liter Kraftstoff ein hoher Prozentsatz des Preises (rund 64 Prozent) an den Staat abgeführt wird. Beim Strompreis werden die öffentlichen Diskussionen hingegen zumeist nur in Richtung EEG-Umlage geführt. Diese ist jedoch nur einer von vielen gesetzlich geregelten Bestandteilen des Strompreises, die zusammen rund 80 Prozent des Preises einer Kilowattstunde ausmachen. Einer dieser fixen Bestandteile ist die Stromsteuer, die 2,05 Cent/kWh beträgt.


Aber was ist eigentlich die Stromsteuer? Eingeführt wurden sie 1999 im Rahmen des „Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform“ und war damit gemeinsam mit einer Erhöhung der Mineralölsteuer Teil der ökologischen Steuerreform. Oftmals wird sie aus diesem Grund auch „Ökosteuer“ genannt. Ziel dieser Maßnahme war es damals, Energie zu verteuern, um damit Anreize zur Energieeffizienz zu schaffen.


Es handelt sich bei der Stromsteuer um eine nationale Verbrauchssteuer. Die Stromsteuereinnahmen stehen dem Bund zu. Knapp 90 Prozent der Einnahmen aus der Stromsteuer fließen in die Rentenkasse. Dadurch konnten Ende der Neunziger Jahre der Arbeitnehmer- und der Arbeitgeberanteil an den Beiträgen zur Rentenversicherung abgesenkt werden. Kurz gesagt: Jede verbrauchte Kilowattstunde bessert die deutsche Rentenkasse auf. Rund 7 Mrd. Euro wurden zuletzt jährlich durch die Stromsteuer vom Staat eingenommen.

Die Stromsteuer fällt immer dann an, wenn ein sogenannter Letztverbraucher (der Stromkunde) Strom aus dem Versorgungsnetz entnimmt. Der Versorger (Prokon) übernimmt die Zahlung der Steuer für alle gelieferten Strommengen an das örtlich zuständige Hauptzollamt. Prokon reicht also die über die Stromrechnung eingenommene Stromsteuer 1:1 an den Staat weiter. Ähnlich wie bei der EEG-Umlage gibt es auch bei der Stromsteuer einige Ausnahmeregelungen und reduzierte Steuersätze für Industriebetriebe.