20. März 2020

Windräder drehen sich trotz Corona-Krise weiter - Stromversorgung und Kundenbetreuung ist gesichert

Deutschland und viele andere Länder befinden sich im gesellschaftlichen „Shutdown“, um die Corona-Pandemie beherrschbar zu halten. Die Prokon Regenerative Energien eG hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um das Geschäft möglichst uneingeschränkt fortzuführen.

Eine stabile Energieversorgung ist gerade in Krisenzeiten wichtig. Zumal in vielen Privathaushalten aufgrund von Home-Office und eingeschränktem Freizeitangebot elektrische Geräte besonders beansprucht werden. Das Gute: Die Windenergieanlagen von Prokon benötigen im Normalbetrieb nur wenig personellen Einsatz. Die Mitarbeiter der Datenfernüberwachung (DFÜ) behalten die Windräder via Computer und Bildschirm im Blick. Diese Arbeit kann – wenn auch nicht ganz so komfortabel – statt von der Leitwarte in Itzehoe auch aus dem Homeoffice erledigt werden. Im Schichtbetrieb wurde hier bisher schon gearbeitet – jetzt wurden die Mitarbeiter so separiert, dass keine gegenseitige Ansteckung möglich ist.

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Reparatur-Teams vermeiden Kontakte

Sollte ein Windrad jedoch eine Fehlfunktion oder einen Schaden melden, lässt sich dies in der Regel nicht aus dem Home Office beheben. Statt wie sonst in den Service-Stützpunkten, erhalten die Service-Monteure von Prokon ihre täglichen Aufgaben also derzeit per E-Mail oder Telefon und fahren direkt von zu Hause an die Einsatzstelle. Erforderliche Ersatzteile werden vom Stützpunkt aus zur Anlage gebracht und dort deponiert, so dass die Monteure Kontakt zu weiteren Personen vermeiden können.

Einzelbüros und Home-Office-Lösungen sichern Arbeitsfähigkeit

Seit Anfang März trifft sich bei Prokon ein Krisenteam zur täglichen Analyse der Situation und Koordination interner Maßnahmen. Neben den Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll gleichzeitig der wirtschaftliche Betrieb aufrechterhalten werden. Täglich wird das Maßnahmenpaket bei Prokon den aktuellen Entwicklungen und Vorgaben angepasst und vor allem die IT-Abteilung der Genossenschaft arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung von Lösungen für dezentrales und virtuelles Arbeiten.

Im Einzelnen sieht das Maßnahmenpaket bei Prokon zurzeit so aus:

  • Fortlaufende Risikobewertung
  • Verhaltensempfehlungen zum Erhalt der Gesundheit durch erweiterte Hygienemaßnahmen und -informationen
  • Mitarbeiter, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben, müssen sich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen und arbeiten prophylaktisch 14 Tage von zu Hause aus.
  • Keine externen Besucher oder Termine, Ausweichen auf Telefon- und Webkonferenzen
  • Keine Dienstreisen
  • Planung des Personaleinsatzes nach ausgearbeiteten Notfallschichtplänen, zeitversetztes Arbeiten, damit Büros nur mit einer Person besetzt sind
  • Freistellung von Mitarbeitern für die Betreuung ihrer Kinder
  • Für Mitarbeiter im Büro: Entzerrung der räumlichen Nähe
  • Ausweichen auf Home Office, soweit möglich (insbesondere für Personen aus Risikogruppen)

Erst bei einer weiteren Verschärfung der Situation (beispielsweise einem hohen Ausfall von Mitarbeitern) besteht für Prokon die Option, die Kunden-Hotlines abzuschalten und den Stromkunden- und Mitglieder-Service auf eine reine E-Mail-Betreuung einzuschränken. Dass die Kundenbetreuung komplett eingestellt wird, ist in keinem Szenario zu befürchten.

Oberstes Ziel ist es, dass jeder Mitarbeiter so wenig Kontakt wie möglich zu Kollegen hat, damit bei einer tatsächlichen Erkrankung eines Einzelnen, nicht ein ganzes Team oder die gesamte Belegschaft von einer Quarantäne betroffen ist. Im normalen Arbeitsalltag lebt eine gute Zusammenarbeit vom persönlichen Kontakt und schneller Kommunikation, doch außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.

Bleiben Sie gesund!