23. März 2018

Wenn die Natur doppelt profitiert – Ausgleichsmaßnahmen bei Prokon Windparks

Beim Bau von Bahntrassen oder Straßen muss ein Ausgleich geschaffen werden, um eventuell entstehende Beeinträchtigungen der Natur und des Landschaftsbildes zu kompensieren. Dies gilt selbstverständlich auch für den Bau von Windparks. Zu jeder Windparkplanung gehört die Durchführung sogenannter Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (AE-Maßnahmen). 

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Wir nehmen den Auftrag des Gesetzes ernst und gestalten die AE-Maßnahmen in unseren Prokon Windparks stets so, dass die Natur wirklich profitiert. Für uns stehen Klimaschutz und  Natur- und Landschaftsschutz einander nicht entgegen, sondern gehören zwingend zusammen. Einige Beispiele zeigen Ihnen, welche konkreten und spannenden AE-Maßnahmen wir im letzten Jahr durchgeführt haben.

Für die Ausgleichsmaßnahmen für den Windpark Schönwalde-Altenkrempe wurde ein sogenanntes Ökokonto genutzt. Hierbei hat Prokon aus einem Vorrat an bereits durchgeführten Maßnahmen Ökopunkte erworben. Prokon unterstützt dabei unter anderem die Renaturierung einer vorher intensiv bewirtschafteten Weidefläche. Ein Teil dieser Fläche wurde dabei zu einer Nasswiese umgewandelt, die einen wichtigen Lebensraum für Amphibien bietet.

Beim Bau des Windparks Hamdorf wurden auf einer nahe gelegenen Fläche verschiedene Maßnahmen für Vögel, Amphibien und Fledermäuse durchgeführt. Hierfür werden beispielsweise Senken und Gräben ausgehoben, die sich im Laufe der Zeit mit Wasser füllen und Watvögeln, wie dem Kiebitz, die Möglichkeit geben, hier nach Nahrung zu suchen. Zusätzlich werden heimische Baum- und Pflanzenarten auf der Ausgleichsfläche angepflanzt.

Für einen Windpark im Wald ist es unumgänglich, auch einige Bäume zu fällen. Nach dem in der deutschen Forstwirtschaft schon seit über 300 Jahren praktizierten Prinzip, wird aber selbstverständlich auch beim Bau eines Windparks für jeden gefällten Baum mindestens ein neuer Baum gepflanzt. In forstwirtschaftlich genutzten Waldgebieten wie dem Wald, in dem der Windpark Benzweiler gebaut wurde, ist es mit dem Pflanzen von Ersatzbäumen aber nicht getan. Wirtschaftswälder sind oft Monokulturen, deren Ökosysteme Lebensbedingungen für lediglich eine sehr begrenzte Anzahl von Tieren bieten. Deshalb haben wir uns für den Standort Benzweiler unter anderem dazu entschlossen, in der Nähe des Windparks naturnahe Laubholzbestände aufzuforsten, die nicht forstwirtschaftlich genutzt werden und bereits nach kurzer Zeit eine hohe Artenvielfalt aufweisen.

Wir setzen also nicht nur auf einen Ausgleich, sondern auf einen ökologischen Mehrwert. Dank klimafreundlicher Technologie und durchdachten AE-Maßnahmen profitiert die Natur vielerorts doppelt.