20. Juni 2022

Wegfall der EEG-Umlage – Entlastung für alle Prokon-Stromkund:innen

Am 28. April hat der Bundestag „das Gesetz zur Absenkung der Kostenbelastung durch die EEG-Umlage und zur Weitergabe dieser Absenkung an die Letztverbraucher“ beschlossen. Dies bedeutet den Wegfall der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 in Höhe von brutto 4,43 Cent je Kilowattstunde Strom. Alle Prokon Stromkund:innen können sich über diese Entlastung freuen, denn die Genossenschaft gibt die Senkung mit dem Tag der Abschaffung in voller Höhe weiter.

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Die Kund:innen müssen nicht selbst aktiv werden, um die Senkung zu erhalten. Die Zählerstände werden auf Basis des Jahresverbrauchs zum 1. Juli geschätzt. Auf Wunsch kann man den aktuellen Zählerstand auch über das Kundenportal (https://energie.prokon.net/) oder per E-Mail (energie@prokon.net) mitteilen.

Die EEG-Umlage wurde im Jahr 2000 eingeführt und war seitdem ein fester Bestandteil der Stromrechnung. Mit der „Ökostromumlage“ haben alle Stromkund:innen in Deutschland den Ausbau von Solar-, Wind-, Biomasse- und Wasserkraftwerken gefördert. Sie wird nur noch bis zum 30. Juni 2022 direkt über die Stromrechnung erhoben. Die Einnahmen aus der EEG-Umlage fließen auf das sogenannte EEG-Konto der Übertragungsnetzbetreiber.

Allerdings wird der Wegfall der Umlage nicht zu dauerhaft sinkenden Strompreisen führen. Die Beschaffungspreise für Strom und Gas kennen seit mehr als einem Jahr nur eine Richtung – nach oben. Dabei werden immer neue historische Höchstwerte erreicht. „Aufgrund der Kriegssituation sind die Preise für fossile Energieträger explodiert und damit auch die Strompreise gestiegen“, erläutert Frank Kalliora, Abteilungsleiter im Energiehandel der Prokon eG. Da sich auch die Marktpreise für Strom aus erneuerbaren Energien an der Gesamtentwicklung orientieren, steigen auch die Beschaffungskosten für Prokon. Die hohen Beschaffungskosten können durch den Wegfall der EEG-Umlage nicht kompensiert werden, so dass auch Prokon seine Strompreise um die steigenden Kosten anpassen muss.

Prokon rät weiterhin dazu, mit Energie sorgsam und bewusst umzugehen, um den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten. Zudem sorgt die Genossenschaft als Entwicklungen regenerativer Kraftwerke für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien um so die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu reduzieren. Nur durch den ambitionierten Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und weiterer grüner Energien in Deutschland kann der Strompreis mittelfristig unabhängig von den Weltmärkten werden und wieder sinken.