25. März 2022

Wasser für die Welt

Die Initiative Viva con Agua setzt sich weltweit für sauberes Trinkwasser ein.
Wie sie mit sozialen Produkten Geld für Projekte generiert und wie
Prokon-Mitglieder diese Mission unterstützen können.

Viva Con Agua

Möchten Sie Ihr Wasser laut oder leise?

Nur noch selten müssen Servicekräfte erklären, das mit Kohlensäure „laut“ und ohne „leise“ ist. Das Mineralwasser von „Viva con Agua“ ist in Kiosken, im Getränkemarkt und in der Gastronomie fest etabliert. Das Besondere: Die blau-weißen Flaschen löschen nicht nur den eigenen Durst.

Goldeimer Klopapier X Vc A Mineralwasser

Wasser für alle – alle für Wasser

„Mit dem Verkauf unseres Mineralwassers sammeln wir Gelder für die gemeinnützige Arbeit von Viva con Agua“, sagt Marketingleiter Johannes Tomczak. So unterstützt die Non-Profit Organisation etwa den Bau von Brunnen, Waschmöglichkeiten und Sanitäreinrichtungen überall dort auf der Welt, wo es am nötigsten ist. „Wasser für alle – alle für Wasser“: Das ist die Vision der sozialen Initiative. Diese Botschaft ist auf allen Flaschen von Viva von Agua zu finden. „Die Flaschen sind quasi unsere flüssigen Flyer. Damit machen wir auf unsere Projekte aufmerksam und bedanken uns für die Unterstützung“, so Tomczak.

Eines dieser Projekte ist „John’s Rig“ in Äthiopien. John’s Rig ist ein riesiges mobiles Brunnenbohrgerät, mit dem innerhalb von acht Jahren 210 Baumaßnahmen im Bereich Trinkwasserversorgung durchgeführt werden sollen. „Meine Erfahrung mit NGOs ist, dass das meiste Geld in die Administration fließt“, sagt der äthiopische Umweltschutzaktivist Yaye. „Mit Viva con Agua ist das anders: Sie führen die Projekte vor Ort durch. Sie schicken nicht nur einfach Geld – sie kommen und machen mit.“ 

Mitmachen und anpacken

Zusammen mit seinen Partnerorganisationen hat Viva con Agua bereits 3,6 Millionen Menschen weltweit mit sauberem Trinkwasser erreicht. Die meisten Hilfsprojekte laufen in Afrika, dort wo der Klima­wandel am deutlichsten seine Spuren hinterlässt. 

„In vielen Regionen leiden die Menschen unter der Ausweitung von Wüstengebieten. Das ist vor allem in Nordafrika der Fall, aber auch Süd­afrika ist stark betroffen“, sagt Benjamin Adrion. Der 40-Jährige ist Gründer der NGO. Die Idee dazu hatte der ehemalige Mittelfeldspieler 2005, als er mit dem FC St. Pauli im Trainingslager auf Kuba war. Dort wurde er auf die mangelhafte Wasserversorgung aufmerksam – und beschloss: „Daran muss sich etwas ändern.“

Mittlerweile vertreibt Viva con Agua auch Toilettenpapier, sammelt Pfandflaschen auf Festivals und natürlich Spenden. Dazu lassen sich die Macher immer wieder originelle Aktionen einfallen. So radelten und liefen 2021 etwa 8.000 Menschen gemeinsam für sauberes Wasser für die Welt. Auch in diesem Jahr soll es ähnliche Events geben, zu denen auch die Prokon-Mitglieder eingeladen sind. 

Gemeinsam für eine gute Sache: Das planen Viva con Agua und Prokon künftig auch in weiteren Kooperationen. „Uns verbindet der Einsatz für eine nachhaltigere Welt“, sagt Katharina Weinberg, Onlinemarketing-Managerin bei Prokon. „Während Viva con Agua vor allem die Folgen des Klimawandels bekämpft, setzt Prokon darauf, das Klima durch erneuerbare Energien zu schützen.“ Mit Wasser und Wind eine bessere Zukunft gestalten.