3. Januar 2020

SPD-Vorstoß: Frischer Wind in der Diskussion um Windkraft-Akzeptanz

Die Energiegenossenschaft Prokon begrüßt, dass der SPD-Vorstoß zu einem sogenannten Windbürgergeld wieder frischen Wind in die Diskussion um Akzeptanz der Windkraft bringt.

Prokon Vorstand

„Wir glauben zwar nicht, dass das Auszahlen von Prämien oder Boni an betroffene Bürger der richtige Weg ist“, so Henning von Stechow, Vorstand der Prokon Regenerative Energien eG mit Sitz in Itzehoe. „Aber es ist dringend notwendig, dass die Bundespolitik sich nach der scheinbar einseitigen Fokussierung auf die Abstandregelungen offen für neue Ideen zeigt, um Akzeptanz und Image der Windenergieproduktion zu verbessern.“ Die Klimaziele und die Energiewende lassen sich nur erreichen, wenn auch die Windkraft an Land weiter ausgebaut wird. „Wir glauben dabei an eine Energiewende in Bürgerhand“, ergänzt Prokon-Vorstand Heiko Wuttke. Bürgerwindparks, die in enger Abstimmung mit der Kommune vor Ort errichtet werden und bei der die Bürger beispielsweise über ein Genossenschaftsmodell direkt partizipieren und Einrichtungen in der Kommune gleichzeitig unterstützt werden, halten die Prokon-Vorstände für einen sinnvollen Weg. „Mit der Gründung der bundesweit aktiven Prokon-Genossenschaft vor knapp 5 Jahren, sowie unseren Beteiligungsmodellen an konkreten Energieprojekten haben wir gezeigt, wie sich die Gesellschaft und einzelne Bürger aktiv in die Energiewende einbringen können und davon profitieren können“, sagt Henning von Stechow.

Prokon befürwortet grundsätzlich alle Ideen, die zu einer breiteren Akzeptanz für den Ausbau und den Erhalt der Windenergie in Deutschland führen. Die Branche stellt sich jedoch auch einem zunehmenden Wettbewerb bei den EEG-Ausschreibungen und richtet sich vielfach auf eine Zeit ohne EEG-Förderung ein. Hohe finanzielle Belastungen sind daher von den Unternehmen nur begrenzt zu tragen.