23. April 2020

#NetzstreikfürsKlima – Die Klima-Bewegung geht den digitalen Weg

Großveranstaltungen sind überall im Land angesichts der Ansteckungsfahr mit dem Corona-Virus verboten. Davon betroffen sind auch die Klima-Demonstrationen der Fridays-For-Future-Bewegung. Dabei hatten die für den 24. April eine besonders große Aktion geplant: Der nächste globale Klimastreik stand an. Wie so viele Menschen in der Corona-Zeit, zeigen sich die Organisatoren allerdings ideenreich und so wird die Demonstration ins Internet verlegt. Unter dem Motto „Wir können am 24.04. nicht die Straßen fluten – aber dafür das Netz“ findet ein „#NetzstreikFürsKlima“ statt.

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In der Corona-Krise ist Kreativität gefragt

Schon im vergangenen Jahr hatte Fridays-For-Future zu zwei globalen Klima-Streiks aufgerufen. Anders als die mittlerweile bekannten und etablierten Schulstreiks an Freitagen, waren zu diesen Terminen neben Schülern auch Berufstätige aller Branchen aufgerufen. Viele gingen gemeinsam mit den Jugendlichen auf die Straße, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Auch Prokon beteiligte sich und war in Itzehoe, Mainz, Potsdam und Hamburg mit Schildern und Forderungen nach politischem Rückhalt für regenerative Energien und Ökostrom bei den Demonstrationen vertreten. Um in diesen Tagen eine gemeinsame Demonstration kontaktlos möglich zu machen, bedarf es einiger Kreativität. Neben einer Reihe von Social-Media-Aktionen wird ab 12 Uhr ein Livestream mit zahlreichen Prominenten, Künstlern und Aktivisten angeboten. Außerdem wurden im Vorlauf der Veranstaltungen Demonstrationsschilder gesammelt, die am Freitag überall in Berlin verteilt werden. In mehreren Städten werden Transparente in Fenster und von Balkons gehängt und überall im Land kann damit gerechnet werden, Kreidebotschaften auf den Straßen zu entdecken.

Alle können mitmachen!

Annika Rittmann von Fridays-for-Future meint: “Gemeinsam mit tausenden Menschen zeigen wir: In Krisenzeiten übernehmen wir Verantwortung und bleiben zu Hause. Aber die Klimakrise geht weiter, also auch unser Protest.” Eine positive Seite der digitalen Demonstration ist sicherlich, dass sie sich bequem von zu Hause unterstützen lässt. Bereitschaft, sich an den Aktionen zu beteiligen, kann auf einer Online-Karte eingetragen werden. Auf dieser „Streik-Karte“ ist zusätzlich eine Menge Inspiration dafür zu finden, was man selbst tun könnte und was in der eigenen Region bereits geplant ist.