30. April 2021

Nachtruhe am Himmel – die roten Blinklichter bleiben künftig aus

Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung (BNK) heißt das neue System, das die Warnlichter an Prokon-Windparks nur anschaltet, wenn sich Flugzeuge nähern. Das typische Blinken von Windrädern in der nächtlichen Landschaft wird es künftig bei den Windenergieanlagen von Prokon nicht mehr geben.

Blinklicht Web

Prokons Windenergieanlagen setzen zukünftig auf Bedarfssteuerung

Grundsätzlich sind zwar alle Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von über 100 Metern aus Gründen der Flugsicherheit kennzeichnungspflichtig und diese Kennzeichnung ist durch die roten Blinklichter umzusetzen, doch seit 2015 besteht die Möglichkeit, dieses nächtliche Blinken auszuschalten.

Ein verbautes System erkennt ein sich näherndes Flugobjekt und schaltet die Blinklichter ein, so dass der Windpark sichtbar wird. Nach einer definierten Zeit schaltet sich die Befeuerung wieder ab. Möglich wurde dieser Einsatz des BNK Systems durch eine Änderung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen (AVV).

Wie so oft hat es dann aber bis zur technischen Zulassung von Systemen zur BNK doch deutlich länger gedauert, als von der Politik versprochen und anvisiert war. Prokon schließt gerade einen Vertrag mit Quantec, einem der führenden Hersteller von BNK-Lösungen, um in den Prokon Windparks nachts das Licht auszuschalten.

Es wird ein sogenanntes Transpondersystem verbaut, welches Signale von Flugobjekten erkennt und daraufhin die Befeuerung der WEA einschaltet. Für Prokon bedeutet dies, dass sämtliche Genehmigungen der Windparks noch einmal auf diesen neuen Aspekt angepasst werden müssen. Ein großer Aufwand, den das Unternehmen aber gerne leistet, da durch das Ausschalten der dauerhaften nächtlichen Befeuerung ein Beitrag zur Akzeptanzsteigerung von WEA in der Bevölkerung erzielt werden kann. Der erste Prokon Windpark, der Mitte dieses Jahres mit dem neuen System ausgestattet wird, ist der Windpark Ottenbüttel-Westermühlen, welcher seit Dezember 2020 in Betrieb ist.