11. März 2021

10 Jahre nach Fukushima - die Atomenergie bleibt eine nicht beherrschbare Technologie

Am 26. April 1986 wurde der Welt mit aller Macht vor Augen geführt, welche Gefahren die Atomenergie mit sich bringt. Nahe der ukrainischen Stadt Prypjat ereignete sich im Kernkraftwerk Tschernobyl der größte anzunehmende atomare Unfall (Super-GAU). Noch 35 Jahre später darf die Sperrzone nicht betreten werden und ein Betonmantel schützt die Umgebung vor der Strahlung. Die Windenergie steckte zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen. Der erste Windpark Deutschlands wurde im Kaiser-Wilhelm-Koog in Schleswig-Holstein 1987 in Betrieb genommen.

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Wohin mit dem Atommüll?

Die Windenergie entwickelte sich weiter und am 20. Oktober 1995 gründete sich die heutige Prokon Genossenschaft mit dem Ziel, zukünftig Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen und die Atomenergie überflüssig zu machen. Seitdem hat Prokon 394 Windenergieanlagen projektiert, errichtet und betreibt diese mit eigenen Service-Mitarbeitern. „Die Vermeidung von CO2 und eine regenerative Stromerzeugung war bei Prokon schon in der DNA, als der Klimawandel noch gar kein Thema war“ bringt Unternehmenssprecher Kai Jacobsen das langjährige Handeln von Prokon im Bereich der erneuerbaren Energien auf den Punkt.

Die Angst vor einem weiteren Super-GAU wurde, fast auf den Tag genau vor zehn Jahren, am 11. März 2011 in Japan traurige Wirklichkeit. Eine Flutwelle löste eine Kernschmelze im Reaktor des japanischen Atomkraftwerks in Fukushima aus. Bis zu 160.000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen. Mehr als eine Million Kubikmeter mit Tritium belastetes Wasser lagern in Tanks rund um das zerstörte Atomkraftwerk. Die Entsorgungsfrage ist bis heute ungeklärt und der Kampf gegen die Strahlung in der Sperrzone ist eine Herkulesaufgabe für weitere Jahrzehnte. Der Staatssekretär des Bundesumweltministeriums, Jochen Flasbarth, äußerte sich zu Fukushima Anfang des Monats folgendermaßen: „Nach Tschernobyl war das der zweite Nachweis, und dann auch noch in einem Hochtechnologieland, das diese Technologie letztendlich nicht beherrschbar ist. Es ist eine unsichere und nicht nachhaltige Technologie.“

Trotz dieser Katastrophen wird die weitere Nutzung der Atomkraft als Brückentechnologie von einigen Medien ins Spiel gebracht. Tatsächlich sind die CO2-Emissionen bei der Nutzung von Atomstrom ähnlich gering wie bei Photovoltaik oder der Windkraft. „Auch wenn die CO2-Emmission der Atomenergie gering ist, so ist der Preis der radioaktiven Hinterlassenschaften doch viel zu hoch“ kann Prokon Vorstandsmitglied Andreas Neukirch diesen Gedankenspielen nichts abgewinnen.

Der Einsatz für eine sichere und umweltfreundliche Energieversorgung wird die Menschen auch weiterhin beschäftigen. Für die fast 40.000 Mitglieder der Prokon Genossenschaft gibt nur ein Ziel: Nutzung der Erneuerbaren Energien zur konsequenten Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks ohne Atomkraftrisiken und -abfälle.