30. Oktober 2020

Die EEG-Umlage sinkt 2021 auf 6,5 ct./kWh

Alle Jahre wieder blicken Verbraucher und die Energiebranche auf den 15. Oktober. An diesem Tag wird jedes Jahr von den Übertragungsnetzbetreibern die Höhe der EEG-Umlage für das Folgejahr bekanntgegeben. Dieses Mal stand die Höhe der gesetzlichen Umlage bereits frühzeitig fest, denn die sonst mit großer Spannung erwartete Bemessung der Zulage wurde bereits im Juni im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung beschlossen. Die EEG-Umlage wird im Jahr 2021 von 6,76 auf 6,5 Cent je Kilowattstunde gesenkt. Möglich wird dies durch Zuschüsse des Bundes und Einnahmen durch die CO2-Abgabe 2021.

Eeg 2021

Mehrbelastung droht aufgrund steigender Netzentgelte

Ohne politischen Eingriff würde die EEG-Umlage nach Schätzungen verschiedener Institutionen auf ca. 9,7 Cent steigen. Grund ist der durch die Corona-Krise stark zurückgegangene Stromverbrauch in der Industrie. In dessen Folge sanken die Preise an der Strombörse und damit verbunden sind sinkende Einnahmen auf EEG-geförderte Strommengen. Diese Lücke wird durch das EEG-Konto ausgeglichen.

Ein Privathaushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden spart durch die Senkung der EEG-Umlage ca. 10 Euro im Jahr. Wie sich der Strompreis im kommenden Jahr insgesamt entwickelt, ist allerdings noch offen. Der größte Kostentreiber beim Strompreis sind nämlich die Netzentgelte, welche im Schnitt ein Viertel des Strompreises ausmachen. Vor allem die sehr starken regionalen Unterschiede sorgen für ein bundesweites Ungleichgewicht bei den Strompreisen. Regional gibt es beim Strompreis Preisunterschiede von bis zu 6 Cent pro Kilowattstunde aufgrund der variierenden Netzentgelte.

Die Netzentgelte stiegen beispielsweise seit 2015 um über 25 Prozent. Die EEG-Umlage stieg im gleichen Zeitraum um 9,5 Prozent. Zudem belastet die Steuer- und Abgabenlast den Strompreis mit über 50 Prozent sehr hoch. Von 100 Euro einer Stromrechnung gehen mehr als 50 Euro an den Staat. Auf diese Preisebestandteile hat Prokon als Lieferant keinen Einfluss.

Am Ende sind die Beschaffungskosten einer der wenigen Faktoren, auf die der Energieversorger tatsächlichen Einfluss hat. Durch gezielte Auswahl der Bezugsquellen, eine vorausschauende Einschätzung der Marktpreisentwicklung und ein rechtzeitiges Sichern günstiger Konditionen, bemüht sich Prokon seinen Stromkunden einen bestmöglichen Preis anzubieten.

In welche Richtung sich der Strompreis im nächsten Jahr entwickelt, kann verlässlich erst nach Bekanntgabe aller Abgaben, Steuern, Umlagen und Netzentgelte für 2021 gesagt werden. Als Prokon Stromkunde haben Sie auf jeden Fall weiterhin, unabhängig von der Entwicklung dieser Kostenfaktoren, eine uneingeschränkte 12monatige Preisgarantie ab Lieferbeginn.