14. Mai 2019

Deutscher Erdüberlastungstag - Die Ressourcen für 2019 sind verbraucht

Unglaublich! Ökologisch leben wir seit dem 3. Mai auf Pump. Wäre der Verbrauch der Ressourcen auf der ganzen Welt so groß wie in Deutschland, dann wären die regenerierbaren Ressourcen schon am 3. Mai für das gesamte Jahr verbraucht. Um diesen Verbrauch weltweit zu decken bräuchten wir drei Erden. Das ergaben Berechnungen der Forschungsorganisation Global Footprint Network. Der deutsche Erdüberlastungstag zeigt die ökologischen Grenzen unseres Planeten in aller Deutlichkeit auf.

Prokon News Und Presse Erdüberlastung

Die gesamte Weltbevölkerung benötigt ca. 1,7 Erden

Zur Berechnung des Erdüberlastungstages werden zwei Größen miteinander verglichen. Die Erste ist die biologische Kapazität unserer Erde Ressourcen aufzubauen und Abfälle wie CO2-Emissionen aufzunehmen. Diese Kapazität wird dem gesamten Bedarf an nutzbaren natürlichen Ressourcen wie Holz aus Wäldern, Ackerland- und Flächenbedarf für die Nahrungsmittelproduktion, den die Menschen für ihre aktuelle Lebensweise und der Produktion der konsumierten Güter benötigen, gegenübergestellt. Die Differenz ergibt den Ressourcenbedarf unserer heutigen Gesellschaft. Daten der UN belegen nun, dass die Deutschen etwa drei Mal mehr verbrauchen, als die Natur uns zur Verfügung stellt. Die gesamte Weltbevölkerung benötigt ca. 1,7 Erden, um den Bedarf zu decken.

Auch wenn das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit durch die „Fridays for future“-Bewegung aktueller denn je diskutiert wird, hat sich noch nicht wirklich viel geändert. Immerhin wird in Deutschland endlich über eine Besteuerung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes, einer CO2-Steuer, diskutiert. Doch es wird wieder einmal viel diskutiert, aber wenig gehandelt. Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es Taten.

Bei Prokon arbeiten wir jeden Tag daran, unseren Teil zur Verringerung des CO2-Ausstosses in der Energieversorgung mit der Erzeugung und der Belieferung von grünem Strom zu leisten. Aber es müssen alle, Firmen wie Privatpersonen, aktiv mitmachen und ihren Alltag darauf ausrichten. Kleine Stellschrauben, wie beispielsweise für kurzen Strecken das Fahrrad statt das Auto zu nutzen oder sauberen Ökostrom statt Kohle- oder Atomstrom zu beziehen, tragen schon zu einer Verbesserung bei. „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“