21. Oktober 2020

20. Oktober: 25 Jahre und 10 Terawattstunden für den Klimaschutz

Der 20. Oktober 2020 liegt hinter uns und damit ein großer Meilenstein in Prokons Geschichte: Seit nun 25 Jahren, seit dem 20. Oktober 1995, arbeitet Prokon engagiert für die Energiewende und den Klimaschutz. In dieser Zeit hat Prokon allein in Deutschland zusammengenommen mehr als 10 Terawattstunden Ökostrom erzeugt. Im Vergleich zu Strom aus fossilen Brennstoffen konnten so rechnerisch über 4 Mio. Tonnen CO2 gespart werden.* So ein Beitrag ist das Ergebnis vieler Jahre harter Arbeit – und ein Ende ist nicht in Sicht.

Prokonseit25 Jahren C

25 Jahre Erfahrungen sammeln

Anfang der 90er Jahre ebneten neue Gesetzgebungen der Windenergie in Deutschland den Weg. Carsten Rodbertus, Ingo de Buhr und Dirk Staats machten es sich in diesem Zusammenhang zum Ziel, möglichst viele eigene Windenergieanlagen zu bauen und so dazu beizutragen, dass sich die Windenergie zu einer ernstzunehmenden Alternative zu Atom- und Kohlekraft entwickeln würde. Am 25. Oktober 1995 sollte diese Motivation zu dem Projektentwicklungsbüro „PROKON Energiesysteme GmbH“ führen (Büro links im Bild). Das Vorgängerunternehmen der heutigen Prokon Regenerative Energien eG war damals ein echter Pionier: Als einer der ersten Projektentwickler für Windenergie auf deutschem Festland war man davon überzeugt, eine Alternative zu Kohle- und Atomkraft bieten zu können.

Seitdem kommen Jahr für Jahr mehr Prokon-Windenergieanlagen dazu. Was mit einer Handvoll Anlagen im Windpark Horst unweit des Firmensitzes in Itzehoe begann, ist mittlerweile auf 392 Windenergieanlagen in drei Ländern angewachsen. In Deutschland produzieren diese Anlagen im Schnitt der letzten 20 Jahre fast 500 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Aus dem reinen Projektentwicklungsbüro von damals ist darauf aufbauend ein Unternehmen geworden, das sich der gesamten Wertschöpfungskette der Ökostrom-Produktion verschrieben hat. Von der Projektentwicklung über die Betriebsführung und Stromvermarktung bis hin zum Angebot von echtem Ökostrom für Endkunden hat man sich über die Jahre ein breites Expertenwissen erarbeitet.

Prokons Weg zu dem Unternehmen, das es heute ist, war nicht immer leicht. Der größte Rückschlag in dieser Entwicklung war die Insolvenzphase rund um das Jahr 2014. In dieser Zeit musste vieles hinterfragt werden. Es galt, sich von den Dingen loszusagen, die zu Problemen geführt hatten und genau die Dinge beizubehalten, die für die Zukunft erfolgsversprechend waren. Viele Tausend Menschen trugen diesen einzigartigen Prozess mit, indem sie sich dafür entschieden, das Unternehmen Prokon als Genossenschaft (eG) weiterzuführen. So blieb die „PROKON Regenerative Energien eG“ in Bürgerhand und damit unabhängig von Konzernen oder Groß-Investoren, die auch fossile Energieträger fördern.

Zusammengefasst blickt Prokon nach 25 bewegten Jahren auf Erfolge, Rückschläge und Herausforderungen zurück. Sie führen dazu, dass sich das Unternehmen auf einen großen Erfahrungsschatz berufen kann. Eine solide Grundlage, um auch in den nächsten 25 Jahren einen echten Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Erste Anzeichen gibt es dafür bereits. So sind zum Beispiel Prokons Windenergieanlagen in Deutschland, Finnland und Polen in 2020 zum vierten Mal in Folge auf bestem Wege mehr als eine Terawattstunde Strom zu produzieren. Zusätzlich entstehen auch in diesem Jahr neue Windenergieanlagen der Genossenschaft. Erst Anfang dieses Monats kam dann noch der Ausschreibungszuschlag für einen innovativen Solarpark mit Batteriespeicher dazu. Man erkennt schnell: 10 Terawattstunden sind erst der Anfang.

*Quelle: Umweltbundesamt.de „Bei der Erzeugung einer Kilowattstunde Strom für den Endverbrauch ohne Berücksichtigung des Stromhandelssaldos wurden in Deutschland im Jahr 2017 durchschnittlich 485 Gramm Kohlendioxid als direkte Emission aus der Verbrennung fossiler Energieträger emittiert. […] Hochgerechnete Werte für das Jahr 2019 ergeben 401 Gramm pro Kilowattstunde“, eigene Berechnungen