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Leider leben nicht alle Menschen in einem solchen Wohlstand wie wir. Aus diesem Grund hat es sich bei PROKON zu einer guten Tradition entwickelt, durch regelmäßige Unterstützung verschiedener sozialer Projekte Verantwortung zu übernehmen, die über unser Tagesgeschäft hinausgeht.
Eine Auswahl unterstützter Projekte aus den letzten Jahren:
- Wir beteiligten uns mit einer finanziellen Hilfe an der Errichtung einer Windenergieanlage im weißrussischen Dorf Drushnaja. In dem Dorf fanden viele Familien aus dem verstrahlten Gebiet um Tschernobyl eine neue Heimat. Weitere Informationen über dieses Projekt finden Sie auf der Internetseite des Heim-statt Tschernobyl e. V.
- Im afrikanischen Burkina Faso sowie in Rumänien unterstützten wir Hilfsprojekte für Straßenkinder. Im Rahmen dieser Projekte lernen die Kinder, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen.
- Die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" unterstützten wir finanziell für die Nothilfe nah dem verheerenden Erdbeben auf Haiti im Januar 2010.
- Im März 2011 fand bei PROKON eine Spendenaktion anlässlich des 50. Geburtstages des Gründers und Geschäftsführenden Gesellschafters Carsten Rodbertus statt. Unterstützt wurde das Kinder-Hospiz Sternenbrücke in Hamburg, in dem Kinder und ihre Familien betreut und auf dem letzten Lebensweg des Kindes begleitet werden.
- Im Jahr 2011 mussten wir zum ersten Mal in unserer über 16-jährigen Unternehmensgeschichte von Kollegen endgültig Abschied nehmen. Sie verstarben im Alter von 28 bzw. 32 Jahren nach einem schweren Autounfall bzw. einer schweren Krankheit. Das hat uns alle sehr bewegt. Im Gedenken an sie haben wir zur Weihnachtszeit 2011 Spenden an das Hamburg Leuchtfeuer Hospiz sowie sowie an den Hospizdienst Itzehoe übergeben.
Besonders am Herzen lag uns in den vergangenen Jahren unser Engagement in Tansania.
Was Weihnachten 2004 als Spendenaktion begann, entwickelte sich rasch zu einem vielversprechenden Projekt. Aus den Saaten der energiehaltigen Ölpflanze Jatropha kann Jatropha-Öl hergestellt werden, das sich hervorragend als Dieselersatz eignet. Wir konnten mehrere tausend Farmer in der Region Mpanda dafür gewinnen, parallel zu Nahrungsmitteln auch Jatropha auf ihren Feldern anzubauen. Die Abnahme der Jatropha-Nüsse zu fairen Preisen wurde von uns garantiert.
Im August 2007 konnte auf dem PROKON Firmengelände in Mpanda erstmals Öl aus Jatropha-Nüssen aus eigenem Anbau gewonnen werden. Das gepresste Öl wurde erfolgreich in den firmeneigenen Traktoren und Schleppern als Kraftstoff eingesetzt. Ursprünglich hatten wir das Ziel, das Jatropha-Projekt zu einem eigenen, wirtschaftlichen Geschäftszweig zu entwickeln. Die vergangenen Jahre haben jedoch nicht nur in unserem Projekt, sondern auch in vielen Vorhaben anderer Unternehmen gezeigt, dass die Pflanze die erhofften Erntemengen nicht erbringt.
Die Bauern konzentrieren sich daher auf lukrativere Pflanzen wie etwa Baumwolle, Mais oder Reis. Deshalb haben wir im März 2011 den Entschluss gefasst, uns aus unserem Vorhaben wieder zurückzuziehen. Da bisher nur überschaubare Beträge in das Projekt investiert wurden und wir einen großen Teil der Maschinen und Werkzeuge zu angemessenen Preisen vor Ort veräußern konnten, ist die Beendigung des Projektes zum jetzigen Zeitpunkt noch ohne schmerzhafte Verluste möglich. Selbstverständlich haben wir kein Genussrechtskapital unserer Anleger in das Projekt investiert.
Neben einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung ist Bildung eine weitere wichtige Grundlage für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Deshalb beteiligten wir uns zunächst an der Errichtung einer weiterführenden Schule in Mpanda. Von einheimischen Tischlern ließen wir Schulbänke anfertigen, um nicht nur das Schulsystem, sondern auch die Wirtschaft und Eigenständigkeit der Region zu unterstützen.
Im Jahr 2009 riefen wir ein eigenes Bildungsprojekt ins Leben: „Bildung für Mpanda“. Im Rahmen dieses Projektes ermöglichen wir Jugendlichen aus der Region den Besuch einer weiterführenden Schule durch Stipendien. Neben dem von uns bereitgestellten Mitteln tragen auch zahlreiche Spenden unserer Anleger dazu bei, dass wir insgesamt 43 Stipendiaten bis zu ihrem Abschluss Fördergelder für Lehrmaterialen, Schuluniformen sowie Einschreibe- und Prüfungsgebühren zur Verfügung stellen können.
Dieses Projekt führen wir natürlich bis zum Schulabschluss der ausgewählten Stipendiaten fort. Da wir uns jedoch aus der Region Mpanda zurückziehen, ist es aus unserer Sicht nicht sinnvoll, weitere Stipendiaten in das Projekt aufzunehmen. Deshalb haben wir uns entschieden, die noch vorhandenen Mittel einem weiteren engagierten Bildungsprojekt zur Verfügung zu stellen, einer Berufsschule in Peramiho im Südwesten Tansanias, die von der dortigen Benediktiner-Abtei betrieben wird. Bereits seit 1928 werden einheimische Mädchen und Jungen zu Automechanikern, Drehern, Klempnern, Druckern, Buchbindern, Schreinern, Elektrikern und Schneidern ausgebildet. Seit 2006 gibt es außerdem eine Computerklasse, denn Computerkenntnisse sind heute auch in Afrika wichtig, um später gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Die Ausbildung in der Berufsschule dauert 4 Jahre und endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Wir sind überzeugt davon, dass das Geld in diesem Projekt bestens aufgehoben ist.
Mehr über die Geschichte unseres Engagements in Tansania können Sie hier nachlesen:
- in unseren Rundbriefen 16, 18, 19, 20, 23, 30, 31, 33, 34 (Sonderbeilage), 35, 36, 37 und 38 die sie im Bereich Downloads herunterladen können.
- auf der Internetseite unseres Tansania-Projekts: www.prokon-tanzania.com (englisch)
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass wir für das Projekt „Bildung in Mpanda“ keine Spenden mehr entgegennehmen. Aber natürlich werden wir auch in Zukunft unsere soziale Verantwortung wahrnehmen, engagierte Projekte unterstützen und eigene Projekte aufbauen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
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