PROKON Unternehmensgruppe

PROKON wird Stromanbieter

19.10.2012

Die PROKON Unternehmensgruppe projektiert, finanziert und betreibt seit 17 Jahren Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien und ist mit den PROKON Genussrechten einer der erfolgreichsten Anbieter ökologischer Kapitalanlagen in Deutschland. Aufgrund steigender Kundennachfrage bieten wir ab dem 01.01.2013 bundesweit auch PROKON Strom an.

Als Betreiber von mittlerweile fast 50 Windparks produziert PROKON in einem durchschnittlichen Windjahr knapp eine Milliarde kWh Strom. Das entspricht dem Stromverbrauch von ca. 280.000 Haushalten. Da das Interesse der PROKON Genussrechtsinhaber und Interessenten immer größer wurde, nicht nur durch eine Investition in Genussrechte den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu fördern, sondern auch den Strom direkt von PROKON zu beziehen, kommen wir diesem Wunsch jetzt nach und bieten ab kommendem Jahr bundesweit Strom an.

Da sich umweltfreundlich erzeugter Strom physikalisch nicht von konventionellem Strom unterscheidet, verzichtet PROKON bewusst auf eine Ökostrom-Zertifizierung. Das Unternehmen verpflichtet sich, im Jahresdurchschnitt nur so viel Strom an Endkunden zu verkaufen, wie es mit den eigenen PROKON Windparks erzeugen kann. Zudem ist der Bau von zahlreichen weiteren Windparks in Planung, so dass der Anteil des sauber erzeugten Stroms im Strommix immer höher wird und PROKON damit selbst aktiv den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreibt.

Der Arbeitspreis für den PROKON Strom beträgt bundeseinheitlich 24,9 Cent/kWh für das Jahr 2013 (vorbehaltlich eventueller künftiger Erhöhungen von Steuern und Abgaben), als Grundpreis werden 6,00 Euro pro Monat berechnet. Der Preis für den PROKON Strom beinhaltet bereits die ab dem 01.01.2013 geltende EEG-Umlage.

Diese wurde am 15.10.2012 von der Bundesnetzagentur von 3,592 Cent/kWh für 2012 auf 5,277 Cent/kWh für 2013 erhöht. Darauf werden vom Staat 19% Mehrwertsteuer (MwSt.) erhoben, so dass die EEG-Umlage inkl. MwSt. um 2,0 Cent/kWh auf 6,28 Cent/kWh steigt. Den Bundesfinanzminister dürfte die Anhebung der EEG-Umlage freuen: In Zeiten leerer Kassen streicht der Staat dadurch zusätzlich gut 1 Mrd. Euro pro Jahr durch den Mehrwertsteueranteil ein.

Da wir viel Wert auf Transparenz und eine offene Informationspolitik legen, haben wir den Preis für den PROKON Strom erst nach Bekanntgabe der neuen EEG-Umlage veröffentlicht. Die meisten Energieversorger werden die Erhöhung in nächster Zeit voraussichtlich vollständig oder zum überwiegenden Teil als Strompreiserhöhung an ihre Kunden weitergeben. Zum Vergleich: Für das Jahr 2012 hätte der PROKON Strom 22,9 Cent/kWh gekostet.

Der Energieversorger RWE hat angekündigt, die Erhöhung zunächst nicht an die Kunden weitergeben zu wollen. Es ist kaum anzunehmen, dass der Konzern bundesweit einen Sozialtarif einführen will. Vielleicht steckt schlicht Kalkül hinter der Ankündigung: Seit die Erhöhung der EEG-Umlage bekannt ist, beginnen die Verbraucher wieder, Preise zu vergleichen und den Stromanbieter zu wechseln. Vielleicht hofft RWE, dass ihnen ihre Stromkunden erhalten bleiben und eine eventuell spätere Strompreiserhöhung hingenommen wird, weil die Diskussion um die EEG-Umlage längst vergessen ist. 

Dass die Energiewende nicht kostenlos durchzuführen ist, war von vornherein klar. Die Mehrkosten werden aber nicht fair auf alle verteilt. Die sogenannten „energieintensiven Betriebe“  werden von der EEG-Umlage befreit, da sie fürchten, aufgrund steigender Energiekosten im internationalen Wettbewerb nicht mehr konkurrenzfähig sein zu können. Mittlerweile fallen unter diesen Begriff allerdings so viele Unternehmen, dass jede vierte Kilowattstunde von der Umlage befreit ist. Darunter fallen auch Rechenzentren von Banken oder sogar Golfplätze.

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