PROKON Technik
PROKON erprobt neues Verfahren zum Transport und zur Montage von permanentmagnet-erregten Generatoren

21.08.2012

Bei der PROKON Unternehmensgruppe schreitet die Entwicklung der ersten eigenen Windenergieanlage mit großen Schritten voran. Durch die Verwendung von Permanentmagneten im Generator wirken hier bereits im Stillstand starke magnetische Kräfte auf die Bauteile. Aufgrund der Größe des Generators wird dieser in Einzelteilen transportiert und erst vor Ort zusammengesetzt. Um einen sicheren Transport und eine einfache Montage und Demontage sicherzustellen, hat PROKON ein neues Verfahren zur Aufrechterhaltung des Luftspaltes zwischen Rotor und Stator entwickelt.

Trotz Generatordurchmessern von einigen Metern beträgt der Abstand zwischen Stator (dem festen Bauteil) und dem Rotor (dem sich drehenden Bauteil) nur wenige Millimeter. Aufgrund der extrem starken Magnetkräfte muss sowohl beim Transport als auch der Montage ein Berühren der Bauteile unter allen Umständen verhindert werden, da sonst deren Trennung nur mit gewaltigem Kraftaufwand möglich wäre.
Hier soll nun die speziell entwickelte Spacermatte zum Einsatz kommen, die im Kern aus einem festen Material (z.B. Hartkunststoff) besteht, welches von einer mit Flüssigkeit oder Gas gefüllten Hülle umgeben ist. Dabei kann die Hülle durch ein Ventil mit zusätzlicher Flüssigkeit oder Gas gefüllt bzw. entleert werden, um die Höhe der Spacermatte zu variieren. Alternativ kann die Hülle auch aus mehreren befüllbare Kissen ausgeführt werden, welche in die Kernstruktur integriert sind. Durch die Verwendung dieser neuen Matten kann ein sicherer Transport gewährleistet werden und auf den Einsatz von Spezialwerkzeugen verzichtet werden. Bei der Montage an der Baustelle der Windenergieanlage kann der Luftspalt zwischen Rotor und Stator entsprechend eingestellt werden, sodass der für den Betrieb optimale Abstand an der Lagereinheit fixiert werden kann. Nach der Montage wird die Hülle durch Ablassen des Mediums (Gas oder Flüssigkeit) entlastet und kann entfernt werden.
Während des Transportes können die Matten soweit entleert werden, dass das Kernmaterial die gesamten Kräfte aufnehmen kann, ohne dass sich die Bauteile direkt berühren. So ist ein sicherer Transport gewährleistet.

Im Wesentlichen geht es also um eine „Luftmatratze“ mit einem harten Kern, die allerdings als Ruhekissen wenig taugen würde, da es in der Praxis um Abstände zwischen 5 und 10 mm gehen wird.

Für technisch Interessierte findet sich hier eine detaillierte Beschreibung als PDF.

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