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Nahrungsmittelsicherheit im Rahmen der Globalisierung - Eines der brisanten Themen beim G8-Gipfel in L'Aquila, Italien. Die Teilnehmerländer kritisierten vor allem, dass sich ausländische Großinvestoren in Entwicklungsländern zunehmend landwirtschaftliche Flächen zum Lebensmittel- oder Nutzpflanzenanbau für ihre Zwecke sichern und damit den Einheimischen ihre Existenzgrundlage entziehen. Auch Spekulanten, Banken und private Investoren mischen kräftig mit und kaufen oder pachten Anbauflächen, ohne Transparenz zu gewährleisten und die lokale Bevölkerung an den Erträgen der Bewirtschaftung zu beteiligen. Die Dimensionen der Investitionen sind gigantisch - seit 2006 wechselten zwischen 15 und 20 Mio. Hektar Land den Besitzer. Eine neue Form des Kolonialismus?
Es geht auch anders. Die PROKON Unternehmensgruppe erhielt von Dr. Michael Brüntrup, Agrarökonom und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, große Anerkennung für ihr Jatropha-Projekt in der Region Mpanda im Westen des Landes. Entgegen der üblichen Praxis hat PROKON keine Anbauflächen gekauft oder gepachtet, sondern betreibt stattdessen „Contract-Farming". Einheimische Bauern werden dabei unterstützt, die Energiepflanze Jatropha selbst anzubauen und zu verarbeiten. Aus der Energiepflanze kann Pflanzenöl gewonnen und alternativ zu Diesel als Kraftstoff genutzt werden. Brüntrup lobte ausdrücklich die transparenten Konditionen und die vorbildliche Einbindung der einheimischen Bevölkerung in das Projekt.
Mit der Distriktverwaltung Mpanda hat PROKON vereinbart, dass das gesamte produzierte Pflanzenöl zu fairen Preisen abgenommen wird, die PROKON zwar einen Gewinn ermöglichen, aber gleichzeitig der einheimischen Bevölkerung über die Selbstversorgung hinaus zu einem angemessenen eigenen Einkommen verhelfen. Damit hebt sich PROKON deutlich von ausländischen Investoren ab, welche die Bedürfnisse der Menschen vor Ort ignorieren und lediglich den eigenen Gewinn maximieren wollen. Für Brüntrup ist das Konzept „Der beste und sicherste Weg für kleine Bauern, an Produktionsmittel und einen Marktzugang zu kommen."
Wir freuen uns sehr über den Zuspruch und sehen uns einmal mehr in unserem Grundsatz bestätigt, auf Fairness und Transparenz zu setzen.
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