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Am 26. April 1986 kam es nahe der Stadt Prypjat in der Ukraine (damals Sowjetunion) zur verheerenden Atomreaktor-Katastrophe von Tschernobyl. Zum 23. Jahrestag haben am 26. April 2009 bei Veranstaltungen in der Ukraine, Russland und Weißrussland tausende Menschen der Opfer gedacht. Bei der zentralen Gedenkfeier in der ukrainischen Hauptstadt Kiew legte Präsident Viktor Juschtschenko einen Kranz nieder. Viele Ehrengäste, darunter Mitglieder der damaligen Rettungskräfte, zündeten Kerzen an.
Tschernobyl, eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten, ereignete sich als Folge einer Kernschmelze und Explosion in Block 4 des Kernreaktors. Bei der Explosion wurde etwa 500 mal mehr Strahlung frei gesetzt als bei der Atombombe auf das japanische Hiroshima im Jahr 1945. Heute ist der Reaktorblock 4 von einem provisorischen Sarkophag ummantelt. Für dessen Sanierung bewilligte die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung im vergangenen Jahr 195 Millionen Euro. Knapp die Hälfte des Geldes soll in den schon lange geplanten Bau einer neuen Stahl-Schutzhülle fließen, die über den zerstörten Reaktorblock geschoben werden soll. Der neue Sarkophag soll die Umgebung in den kommenden 50 bis 100 Jahren vor radioaktiver Strahlung schützen. Die bisherige Betonhülle, nach der Katastrophe eilig gebaut, weist bereits Schäden auf, es gibt Lecks, durch die Regenwasser eindringt.
Gründung der PROKON Unternehmensgruppe
Die verhängnisvolle Kombination von Konstruktionsmängeln des Reaktors und Planungs- und Bedienungsfehlern bei einem Versuch führten zu dem Super-GAU. Große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt und verteilten sich hauptsächlich über die Region nordöstlich von Tschernobyl, aber auch über viele Regionen Europas. Bis zu 100.000 Menschen verloren ihr Leben, tausende Menschen wurden verstrahlt. Bei vielen Erkrankungen gilt die Strahlung als mögliche Ursache. Dazu kommen psychische, soziale, ökologische und ökonomische Schäden.
Die Katastrophe bewog Carsten Rodbertus dazu, sich für den Ausbau von regenerativen und ungefährlichen Energien zu engagieren, zunächst als Privatperson mit zwei Windkraftanlagen vor seiner Haustür. Nach einigen Monaten Erfahrung im Betrieb solcher Anlagen gründete Carsten Rodbertus 1995 schließlich die PROKON Unternehmensgruppe. Heute beschäftigt PROKON über 200 Mitarbeiter. Aus den zwei ersten Windkraftanlagen sind 227 in 30 Windparks geworden. Mit ihren Tochtergesellschaften in Polen und Tansania und weiteren geplanten Projekten im europäischen Raum entwickelt sich die PROKON Unternehmensgruppe zudem auch über die Grenzen Deutschlands hinaus.
Wir sind uns aber auch bewusst, dass wirtschaftlicher Erfolg mit Verantwortung gegenüber anderen verbunden ist. So hat es sich neben dem Tagesgeschäft zur Tradition entwickelt, mit der Unterstützung sozialer Projekte Verantwortung zu übernehmen.
PROKON möchte damals wie heute ein Zeichen setzen gegen die zerstörerische Kraft der Kernenergie, hin zu einer Energieversorgung aus erneuerbaren, ungefährlichen Ressourcen. Der Verein Heim-statt-Tschernobyl e. V. hatte damals die Idee, das erste Windrad Weißrusslands zu bauen. Was lag da näher, als dieses hoffnungsvolle Projekt zu unterstützen?
Nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl verloren viele Menschen in den verstrahlten Gebieten um Tschernobyl ihre Heimat. Der Heim-statt-Tschernobyl e. V. macht es sich seit 1990 zur Aufgabe, den Menschen im eigenen Land dabei zu helfen, auf gesunder Erde ein neues Zuhause aufzubauen. Auf Initiative des Heim-statt-Tschernobyl e. V. entstand in Weißrussland das Dorf Drushnaja. Hier können Familien mit ihren Kindern aus den verstrahlten Gebieten um Tschernobyl ein neues Leben beginnen. Auf einer Anhöhe oberhalb des neuen Dorfes wurde die erste Windkraftanlage Weißrusslands in Betrieb genommen. Anstelle von Weihnachtspräsenten für unsere Geschäftskunden spendete die PROKON Unternehmensgruppe im Jahr 2000 auch im Namen ihrer Geschäftsfreunde für dieses Projekt einen Betrag von 25.000 DM (12.782 Euro).
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