Aktuelle Informationen für PROKON Anleger

Schreiben der PROKON Geschäftsführung und des vorläufigen Insolvenzverwalters zum Insolvenzeröffnungsverfahren an die Genussrechtsinhaber (PDF, 505 KB)

(28.01.2014)


Pressekonferenz am 23.01.2014 in Itzehoe

Mitteilung über die Stellung des Insolvenzantrages
(22.01.2014)

Liebe Genussrechtsinhaber und liebe Interessierte,
inzwischen haben sich über 40.000 der PROKON-Genussrechtsinhaber auf unsere Befragung hin geäußert, ob sie ihre Anteile bei uns halten wollen. Wir danken allen Genussrechtsinhabern, die uns in dieser schweren Zeit unterstützen! Innerhalb von 10 Tagen hat sich die Hälfte (!) aller unserer Anleger aktiv hinter uns gestellt! Dies zeigt deutlich, dass sich unsere Genussrechtsinhaber ihrer entscheidenden Rolle für PROKON bewusst sind. Es macht uns stolz und bestärkt uns darin, weiterhin für den langfristigen Fortbestand der PROKON Unternehmensgruppe zu kämpfen.

Trotz des großen Zuspruchs und dieses überaus positiven Signals von Seiten der Genussrechtsinhaber, müssen wir Ihnen mitteilen, dass die PROKON Regenerative Energien GmbH heute einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Itzehoe gestellt hat.
Das bedeutet allerdings keineswegs das Aus für PROKON. Der Antrag muss zunächst auf seine Zulässigkeit geprüft werden, was einige Monate in Anspruch nehmen wird. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter und unsere Berater werden uns in dieser Zeit begleiten. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Herr Dr. Penzlin vom Amtsgericht Itzehoe bestellt. Parallel werden wir unter Einbeziehung der Anregungen unserer Genussrechtsinhaber das Geschäftsmodell anpassen. Wir sind nach wie vor operativ gut aufgestellt und sind zuversichtlich, dass wir die aktuellen Schwierigkeiten überstehen werden. Uns ist klar, dass es Zeit ist, etwas zu verändern!

Gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter und im Dialog mit unseren Anlegern werden wir alles daran setzen, die Zukunftsfähigkeit von PROKON zu sichern. Auf unserer Internetseite werden wir Sie wie gewohnt über alle relevanten Entwicklungen informieren.

Gleichstellung von gekündigten und nicht gekündigten Genussrechtskapital in einem möglichen Insolvenzverfahren
(16.01.2014)

An dieser Stelle möchten wir hervorheben, dass in einem möglichen Insolvenzverfahren gekündigtes und nicht gekündigtes Genussrechtskapital gleichrangig behandelt wird. Das bedeutet, Genussrechtsinhaber, die jetzt nicht kündigen, haben in einem möglichen Insolvenzverfahren keine Nachteile im Rangverhältnis gegenüber Anlegern zu befürchten, die jetzt ihre Genussrechte kündigen.

SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger rät zu fairer Lösung für alle Beteiligten, Vermögenswerte vorhanden
(14.01.2014)

Mit der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger hat eine Organisation, zu der keinerlei Verbindungen seitens PROKON bestehen, sich sehr konstruktiv zum Umgang mit der aktuellen Lage von PROKON geäußert. In der Mitteilung auf der Internetseite der SdK vom 11.01.2014 heißt es unter anderem:

"Faire Lösung für alle anstreben
Es ist aus Sicht der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. zu befürchten, dass spätestens mit dem Anschreiben vom 10. Januar ein Windhundrennen ausgelöst wurde, und nun viele weitere Anleger ihre Genussrechte kündigen werden, in der Hoffnung, im Falle einer Insolvenz nicht nachrangig behandelt zu werden und so noch 100 % des investierten Kapitals zurückzuerhalten. Aus Sicht der SdK werden diese Anleger aber auch im Falle einer Insolvenz ihren (vermeintlichen) Anspruch wohl gerichtlich durchsetzen müssen, da die aktuelle Rechtslage und die Genussrechtsbedingungen keine klaren Regelungen für solche Fälle enthalten. Für den durchschnittlichen Anleger, der Beträge bis zu 20.000 Euro investiert hat und über keine Rechtsschutzversicherung verfügt, dürfte sich jedoch ein solches Verfahren aus Sicht der SdK kaum lohnen, da die Kostenrisiken die möglichen Chancen übersteigen dürften. (Hervorhebung durch PROKON)

Daher ruft die SdK alle Anleger auf, auch im Falle eines möglichen Insolvenzverfahrens eine Lösung im Sinne von allen Anlegern zu suchen. Dies ist auch in einem so genannten Planinsolvenzverfahren noch möglich.

Vermögenswerte vorhanden
Die SdK geht nach aktuellen Erkenntnissen davon aus, dass es sich bei dem Geschäftsmodell der PROKON um kein klassisches Schneeballsystem (Hervorhebung durch PROKON) handeln könnte und somit auch Vermögenswerte vorhanden sein müssten, die im Falle einer Insolvenz zu großen Teilen den Genussrechtsinhabern zur Befriedigung der Ansprüche zur Verfügung stehen. [...]"

Wirtschaftswoche rät PROKON-Anlegern, Ruhe zu behalten
(13.01.2014)

Bei aller negativen Medienbegleitung, die wir in den letzten Jahren erfahren haben und die zurzeit auf uns einstürmt, gibt es doch einen sehr bemerkenswerten Absatz in einem Artikel der Wirtschaftswoche:
 
„Wenn viele Anleger nun panisch ihre Genussrechte kündigen, drohen Notverkäufe. Bei solchen sind die Preise oft mies. Das wiederum hat schwerwiegende Folgen für all diejenigen, die investiert bleiben, weil möglicherweise kein Vermögen mehr vorhanden ist, wenn ihre Genussrechte fällig werden. Im Sinne aller Anleger wäre es, wenn zumindest der Großteil von ihnen die Ruhe behielte und Prokon-Chef Rodbertus die Zeit nutzt, um sein Unternehmen auf eine solide Finanzbasis zu stellen.“ (Hervorhebung durch PROKON)

Kein Substanzverzehr trotz Verlust!

Die Konzernzwischenbilanz zum 31.10.2013, die auf unserer Internetseite www.prokon.net im Bereich »PROKON transparent« offengelegt ist, zeigt einen Verlust in Höhe von 209,9 Mio. €. Gleichzeitig wurden Zinsen an die PROKON Anleger in Höhe von 330,4 Mio. € geleistet.

Die Höhe der Zinsen könnte man uns also vorwerfen. Hätten wir statt 8% jährlich nur 2,9% Zinsen gezahlt, wäre der bilanzielle Verlust heute nicht vorhanden. Die Substanz des Unternehmens wurde somit zu keinem Zeitpunkt angegriffen, wir haben zu jeder Zeit operative Gewinne gemacht!

Es gehört zum Selbstverständnis von PROKON, seine Anleger fair am Unternehmenserfolg zu beteiligen, d. h. auch  an den stillen Reserven, also am zukünftigen Ertrag heutiger Investitionen sowie an der Wertschöpfung während der mehrjährigen Entwicklungszeit neuer Windparks zu beteiligen. Diesem eigenen Anspruch sind wir mit der Höhe der Zinszahlungen an unsere Anleger gerecht geworden.  

Gesamtverlust per 31.10.2013
209,9 Mio. €
Tatsächliche Zinszahlungen an Anleger
(durchschnittlich ca. 8% pro Jahr)
330,4 Mio. €
Betrag, der tatsächlich für Zinszahlungen zur Verfügung gestanden hätte,
wenn wir unsere Anleger nicht an den stillen Reserven beteiligt hätten
120,5 Mio. €
Entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Verzinsung von
2,9% statt 8,0%

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